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Werdenberg



Werdenberg steht für einen Dorfteil der Gemeinde Grabs. Als Burgstädtchen mit dem relativ selten verliehenen Marktrecht wurde Werdenberg erstmals 1289 erwähnt. Die Geschichte dieser kleinsten Stadt der Welt ist eng mit derjenigen des gleichnamigen Schlosses verknüpft.

Das Städtchen zählt 34 Firste und ca. 90 Einwohner. Dank der Stiftung Pro Werdenberg ist es die einzige noch weitgehend erhaltene mittelalterliche Holzsiedlung unseres Landes mit städtischem Charakter. Ein gütiges Geschick hat durch die Jahrhunderte hindurch das Städtchen vor kriegerischen Handlungen und vor Bränden behütet, so dass dieses Kleinod über Generationen hinaus unversehrt geblieben ist. Auf kleinstem Raum findet sich im Städtchen Werdenberg eine Vielfalt der Holz- und Mischbauweise mit Konstruktionstypen des Profanbaues (mit Block-, Bohlenständer- und Fachwerkbauten).

Werdenberg ist aber auch der Name unserer Region. Die gemeinsame Geschichte der sechs Politischen Gemeinden Wartau, Sevelen, Buchs, Grabs, Gams und Sennwald als Region Werdenberg begann nicht mit der Gründung des Kantons St. Gallen vor gut 200 Jahren (1803), sondern erst 1831 mit der Inkraftsetzung der dritten Kantonsverfassung.

Das Museum im Schloss Werdenberg lädt zu einem Streifzug durch die Geschichte des Kantons St. Gallen seit seiner Gründung ein.

Die bewegte Vergangenheit der vier Herrschaftsgebiete hat Hans Jakob Reich, Salez, zusammengetragen: Untertanen 'Gnädiger Herren'.

Montaschinerhaus

Schloss und Städtchen



Als Burgstädtchen mit dem relativ selten verliehenen Marktrecht wurde Werdenberg erstmals 1289 erwähnt. Aufgrund von Funden, die bei Ausgrabungen gemacht wurden, glauben Historiker aber, dass es sich um eine mittelsteinzeitliche Besiedlung handeln müsse, und Kenner schliessen aus den Kellergewölben von Häusern des Städtchens Werdenberg, dass sie im Stile des Vitruv, des Lieblingsbaumeisters des Kaisers Octavian (Augustus, der erste römische Kaiser), gebaut worden seien.

Die Geschichte dieser kleinsten Stadt der Welt ist eng mit derjenigen des gleichnamigen Schlosses verknüpft. Dank der Stiftung "Pro Werdenberg" ist es wohl die einzige noch weitgehend erhaltene mittelalterliche Holzsiedlung unseres Landes mit städtischem Charakter. Ein gütiges Geschick hat durch die Jahrhunderte hindurch das Städtchen vor kriegerischen Handlungen und vor Bränden behütet, so dass dieses Kleinod über Generationen hinaus unversehrt geblieben ist. Auf kleinstem Raum findet sich im Städtchen Werdenberg eine Vielfalt der Holz- und Mischbauweise mit Konstruktionstypen des Profanbaues (mit Block-, Bohlenständer- und Fachwerkbauten).

Aber auch der massive Steinbau aus früheren Jahrhunderten ist anzutreffen. Als Baumaterial diente vor allem das in den umliegenden Wäldern gewachsene Kastanienholz. Die anfänglich roh belassenen Häuser erhielten erst nach dem 16. Jahrhundert einen Anstrich mit Mischungen aus Ochsenblut und wurden mit reichen barocken Ornamenten verziert. Hinzuweisen wäre auf das Montaschinerhaus, das "Rote Haus" und das am südlichen Ende gelegene Schlangenhaus. Ein Merkmal und interessant ist, dass innerhalb der nie erweiterten Stadtmauer nie ein Gasthaus gestanden ist.

Aufgrund von Funden darf angenommen werden, dass auch der Schlosshügel in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt und dann auch Standort eines römischen Wachtturms war. Der Bau des Schlosses begann etwa um 1230, als Graf Rudolf I. von Montfort das Werdenberger Grafengeschlecht begründete. 1428 starb der letzte Graf von Werdenberg ohne Nachkommen. In der Folge wechselte der Besitz zwischen verschiedenen Herrschergeschlechtern, bis Werdenberg im Jahre 1517 an den eidgenössischen Stand Glarus verkauft wurde. Zur Zeit der Französischen Revolution (1798) war die Herrschaft vorübergehend frei, und während der Helvetik wurde sie dem damaligen Kanton Linth zugeteilt.

Die heutige Regelung der Zugehörigkeit zum Kanton St. Gallen geht wie erwähnt auf das Jahr 1803 zurück. Später büsste das Städtchen Werdenberg seine Autonomie ein und verschmolz mit Grabs zu einer einzigen Gemeinde. Das Schloss selbst blieb in glarnerischem Privatbesitz, bis es 1835 an Dr. Johann Ulrich Hilty verkauft, von diesem instandgestellt und ausgebaut wurde. Die letzte Erbin, Frieda Hilty, schenkte es 1956 dem Kanton St.Gallen. Seither ist es öffentlich und kann während der Sommermonate besichtigt werden.


Das Schloss beherbergt nebst dem Kantonsgeschichtemuseum, in dem die Geschichte des Kantons St. Gallen dargestellt wird, auch eine umfangreiche Waffensammlung. Sie birgt Feldzeichen und Uniformen, Hand- und Faustfeuerwaffen sowie kostbare Pulverhörner und stammt zum grössten Teil aus dem Privatbesitz von Dipl. Ing. Hans Braschler, St. Gallen, ergänzt durch weitere wertvolle Stücke aus dem Zeughaus St. Gallen. Schloss und Städtchen Werdenberg werden jährlich - vielfach unter kundiger Führung des Verkehrsvereins Buchs - von Tausenden kulturell Interessierter besucht. Sie bilden aber auch für die einheimische Bevölkerung immer wieder einen Anziehungspunkt.

 


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